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1. Wie arbeiten die Schutzsysteme der DVD?

Zunächst einmal ist der einfache Regionalcode ein Schutz zum Abspielen der DVDs.
Hierbei wird der Code der DVD mit dem Code des Players verglichen.
Stimmt dieser nicht überein, so wird die Wiedergabe der DVD verweigert.

2. Was ist RCE?

RCE steht für: Regional Code Enhancement.
Dieses erweiterte Regionalcode Abfrage-System wird derzeit nur bei Regionalcode 1 DVDs (USA) eingesetzt, ist aber auch bei DVDs anderer Regionen möglich.
Hier gibt in einem erweiterten Verfahren die DVD zunächst einen falschen Regional-Code an den Player aus, um einfache Codefree-Umbauten zu täuschen und das Abspielen der Disc auf fremden Playern zu blockieren. Wird derzeit von einigen US-Anbietern, z.B. Warner Broth., Columbia und Fox für US DVDs genutzt. Bei den Kits mit manueller Umschaltmöglichkeit gibt es derzeit keine Probleme mit RCE DVDs

3. Ich habe ein Gerät aus Fernost oder USA importiert. Kann man es Codefree schalten?

Grundsätzlich muss vorab sichergestellt sein, dass das Gerät in der
Lage ist DVD nach PAL Standard zu verarbeiten. Dies lässt sich
einfach mit Hilfe einer regionalcodefreien PAL DVD (RC 0/All)
feststellen. Ist dies nicht der Fall, bedeutet dies erhebliche Mehrkosten
für eine eventuelle PAL Nach-/Umrüstung. Bei vielen Importgeräten aus
USA lässt sich eine PAL Nach-/Umrüstung nicht realisieren.

4. Mein Player ist Codefree. Warum kann ich US- DVDs nicht auf Videoband aufnehmen?

US- DVDs haben eine andere Fernsehnorm als deutsche DVDs. Während deutsche DVDs mit Regionalcode 2 in der Fernsehnorm PAL aufgezeichnet sind, bieten US-DVDs (Regionalcode 1) die sogenannte NTSC Fernsehnorm. Die meisten Fernsehgeräte und Videoprojektoren können problemlos beide Normen darstellen, so das man US-DVDs betrachten kann. Fast alle für den deutschen Markt vorgesehenen Videorekorder zeichnen hingegen Videosignale ausschließlich in PAL auf. Beim Versuch eine US-DVD aufzeichnen, wird vom DVD-Player ein NTSC-Signal ausgegeben, welches der deutsche Videorecorder nicht versteht. Nur einige sehr wenige spezielle Videorekorder können tatsächlich NTSC-Signale aufzeichnen. Viele als Multinorm-Videorekorder bezeichnete Geräte beherrschen zwar die Wiedergabe von NTSC-Videocassetten, was aber die Möglichkeit zur Aufnahme nicht mit einschließt.
Eine Lösung kann ein DVD-Player mit PAL 50 -Ausgabe bieten:
Diese Geräte wandeln die NTSC-Signale der US- DVDs in PAL 50 um und bieten somit eine echte Normenwandlung. Mit dieser Option, welche nur von sehr wenigen DVD-Playern beherrscht wird, lassen sich die Signale auch wieder mit jedem deutschen Videorecorder aufzeichnen.

5. Was bedeutet PAL 60-Wiedergabe?

PAL 60 (auch: NTSC 4,43) ist eine spezielle Videosignalform, welche das betrachten von NTSC-Videos auf vielen älteren PAL-Fernsehgeräten ermöglicht. Zum Verständnis: In Deutschland funktionieren alle Fernsehgeräte nach der sogenannten PAL-TV-Norm in USA hingegen nach der NTSC-Norm (NTSC 3,35). Füttert man einen deutschen Fernsehempfänger mit NTSC-Signalen (z.B. über einen DVD-Player mit einer US-DVD), ergibt sich bei älteren Fernsehgeräten oft kein Bild. (Bild läuft durch oder ist nur schwarz/weiß) Neuere Fernsehgeräte hingegen sind meist Multinorm-Geräte, stellen also auch das fremde NTSC problemlos dar. Bei der Wiedergabe von NTSC-Videosignalen auf älteren Fernsehgeräten kann oft die Option PAL 60-Wiedergabe helfen. Diese Option bieten die meisten modernen Videorecorder und DVD-Player. Hierbei werden bei der NTSC-Wiedergabe die Videosignale von NTSC in eine Art "Pseudo-Pal" umgewandelt. PAL 60 ist kein echtes PAL, wird aber von den meisten PAL Fernsehgeräten verstanden und dargestellt. Hierbei sind u. U. Einschränkungen hinzunehmen, beispielsweise erscheint das Bild leicht gestaucht zwischen schmalen, schwarzen Balken über und unter dem Bild.

6. Was bedeutet PAL 50-Wiedergabe?

PAL 50- Wiedergabe ist eine Option an einigen wenigen DVD-Playern und beinhaltet eine Normenwandlung von NTSC auf PAL.
Hierdurch ist es möglich, daß der DVD Player NTSC DVDs an seinem Ausgang in der deutschen Fernsehnorm PAL ausgibt, wodurch diese Signale problemlos von einem deutschen Videorecorder aufgezeichnet werden können. Da der Player die Videosignale in der deutschen PAL-Norm ausgibt, können selbstverständlich auch problemlos auf einem älteren PAL-Fernsehgerät amerikanische NTSC-DVDs betrachtet werden. Mann sollte die Normenwandlung aber nur dann am DVD-Player aktivieren, wenn die angeschlossenen Geräte kein NTSC verarbeiten können, da durch die Wandlung nach PAL Qualitätseinbußen zu erwarten sind.

7. Mein DVD Player spielt keine selbstgebrannten CD-Rs und CD-RWs

Einige, vor allem ältere, DVD Player können KEINE CD-Rs bzw. CD-RWs abspielen.
Der Laserabtaster eines DVD Players arbeitet mit Laserlicht anderer Wellenlänge als der eines CD Players. Dieses Licht wird von den CD-R(W) Medien nicht ausreichend reflektiert, der Player erkennt die eingelegte Disc nicht. Das ist ein rein physikalisches Problem, das sich nicht mit einer Modifikation lösen läßt. Es gibt DVD Player mit zwei Laserabtastern, (TwinLaser) einer für DVD, einer für CD, damit lassen sich auch CD-R(W)s abspielen. Eine Nachrüstung eines zweiten Laserabtasters ist nicht möglich.

8. Was sind UOPs?

UOP ist die Abkürzung für "User Operation Prohibitions". Durch die Programmierung auf der DVD können verschiedene Funktionen des Players, wie z.B. überspringen eines Kapitels, Wechsel der Untertitel usw., gesperrt werden. Bei der Modifikation für Sony DVD Player lassen sich diese Sperren abschalten.

9. Was bedeutet VideoRecorder friendly ?

DVD Player erzeugen bei eingen DVDs ein Störsignal, welches ursprünglich zur Verhinderung von Video-Kopien gedacht ist. Manche Video-Projektoren zeigen durch dieses Signal starke Bildverzerrungen. Steht in der Spalte "VideoRecorder friendly" ein JA, wird dieses Störsignal durch die Modifikation abgeschaltet.